Ratgeber, Empfehlungen & Informationen zu Feuerlöschern

3D Model FeuerwehrautoSie sind sehr nützlich und leider in viel zu wenigen Haushalten vorhanden. Die Rede ist von Feuerlöschern. Angeschafft werden sie meistens erst dann, wenn schon mal etwas passiert ist. Auf dieser Seite finden Sie einen Ratgeber, Empfehlungen & Informationen zu den verschiedenen Feuerlöscher Arten.

Feuerlöscher sind kleine Löschgeräte zum Löschen von kleineren Bränden oder Entstehungsbränden. Sie wiegen maximal 20 kg. Einige Arten stehen dauerhaft unter Druck, bei anderen wird der Druck beim Auslösen erst erzeugt.

Feuerlöscher 6 Liter Schaum mit Halterung und Symbolschild*
  • Bauart: Dauerdruck, mit Manometer
  • Löschmittel: 6 Liter A B Schaum
  • mit Wandhalter und Iso Piktogramm
  • Rating: 13A, 144B
  • Stahlbehälter mit Kunststoffstandfuß

Letzte Aktualisierung am 25.05.2017 um 22:35 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Feuerlöscher für zu Hause

Welcher ist denn der richtige Feuerlöscher und wie viele sollte ich mir anschaffen? Das sind zwei Fragen, die ich immer wieder höre. Pauschal gesagt, sind mir Schaumlöscher immer am liebsten. Allerdings kommt es darauf an, für welchen Raum der Feuerlöscher gedacht ist. Für Einsätze im Keller oder der Garage kann ein Pulverlöscher eingesetzt werden. Dieser macht viel Sauerei, da das Pulver in jeder kleinen Ritze landet. Im Wohnraum setze ich daher Schaumlöscher ein. Die Reste vom Schaum sind einfacher zu entfernen als das Pulver, dass durch die gesamte Luft gewirbelt wird und sich so auch in elektrischen Geräten sammelt.

In der Küche ist darauf zu achten, dass der Feuerlöscher Fettbrände löschen kann, damit es im Fall der Fälle nicht zu einer Fettexplosion kommt.

Ausführlicher können Sie das im Artikel „Feuerlöscher für zu Hause“ nachlesen.

Brandklassen

Feuerlöscher sind in verschiedene Brandklassen eingeteilt. Das eingesetzte Löschmittel ist immer für eine bestimmte Art von Bränden geeignet um die bestmögliche Löschwirkung zu erreichen, daher die Einteilung in Klassen. Die Brandklassen, für die ein Feuerlöscher geeignet ist, ist immer auf dem Löscher angegeben und mit Piktogrammen abgebildet. Abgekürzt werden die Klassen dabei mit A, B, C, D und F. Das E habe ich nicht vergessen, denn diese Klasse wurde abgeschafft. Sie galt für Brände in Niederspannungsanlagen bis 1000 Volt. Mittlerweile sind alle Feuerlöscher dafür geeignet, egal welcher Brandklasse. Wichtig ist dabei den Sicherheitsabstand, wie auf dem Löscher angegeben, einzuhalten.

Brandklasse Beschreibung Beispiel
A Brände fester Stoffe Holz, Papier, Kohle, Kunststoff, Textilien
B Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen Benzin, Ethanol, Teer, Wachs
C Brände von Gasen Wasserstoff Erdgas, Methan, Propan, Butan
D Brände von Metall Aluminium, Magnesium, Natrium, Legierungen
F Brände von Ölen und Fette Speiseöle und Speisefette

Weitere Informationen zu den Brandklassen



Es brennt – Was mache ich?

Ein Brand kündigt sich nicht wie Besuch an, sondern tritt meistens dann auf, wenn man es nicht erwartet. Wichtig ist, nicht in Panik zu geraten und die Folgenden sieben Schritte einzuhalten:

  1. Feuerlöscher holen
  2. Feuerwehr alarmieren / alarmieren lassen
  3. Sicherung entfernen
  4. Feuerlöscher aufladen / aktivieren
  5. Auf Position gehen
  6. Löschvorgang starten
  7. Feuer erfolgreich gelöscht

Auch wenn es Ihnen komisch vorkommen mag, proben Sie den Ernstfall, damit Sie quasi im Schlaf den Feuerlöscher erreichen. Stellen Sie ihn niemals zu, sodass er immer Griffbereit ist.

Die sieben Schritte mit erweiterter Erklärung sehen sie im Artikel „Es brennt – Was tun?

Kennzeichnung auf Feuerlöschern

Seit Mitte 1992 werden Feuerlöscher unter der Norm DIN EN 3 zugelassen. Darin ist auch geregelt, dass ein Feuerlöscher fünf Schrittfelder besitzt:
1. Das Wort Feuerlöscher, Füllmenge, Art des Löschmittels und Löschvermögen
2. Bedienungsanleitung in Schritten und als Piktogramm, Brandklassen für die der Feuerlöscher geeignet ist
3. Warnhinweise für Gebrauch bei elektrischen Anlagen
4. Beschreibung des Lösch- und Treibmittels, Funktionsbereich, Nummer der Anerkennung und Typenbezeichnung.
5. Angaben zum Hersteller

 

Löschmittel

In Feuerlöschern kommen nicht brennbare Gase, Wasser oder wässrige Lösungen, Schaum oder Löschpulver als Löschmittel zum Einsatz. Bei Wasser-Nebel-Löschen kommt, wie der Name schon sagt, auch Wasser zum Einsatz, welches vorher allerdings mit einer speziellen Düse vernebelt wird.

DAS beste Löschmittel gibt es nicht. Jedes Löschmittel hat Vor- und Nachteile. Überlegen Sie, wo der Feuerlöscher eingesetzt werden soll. Ich helfe Ihnen auf dieser Seite, den richtigen Feuerlöscher für Sie zu finden.

Druckerzeugung bei Feuerlöschern

Aufladelöscher
Diese Löscher besitzen einen Behälter mit dem Löschmittel und einen mit Treibgas. Es gibt auch Löscher, die ein Treibgas Behälter im Behälter vom Löschmittel drin haben. Wird zwischen diesen Beiden Behältern eine Verbindung hergestellt, indem z.B. ein Ventil aufgedreht wird, strömt das Treibgas zum Löschmittel und setzt diesen Behälter unter Druck, um das Löschmittel ausströmen zu lassen. Man sagt auch, dass der Aufladelöscher „aufgeladen“ ist.

Permanentlöscher
Auch Dauerdrucklöscher genannt, stehen wie der Name schon sagt, dauerhaft unter Druck. Dabei sind Löschmittel und Treibgas dauerhaft in einem Behälter. Nach dem Auslösen des Löschers steigt das Löschmittel unter Druck in den Löschschlauch.

Gaslöscher
Stehen auch dauerhaft unter Druck. Dabei ist das Löschmittel gleichzeitig auch Treibmittel.

Weitere Informationen zum Aufbau im Bereich Ratgeber

 

Funktionsdauer eines Feuerlöschers

Die meisten schätzen die Einsatzdauer eines Feuerlöschers viel zu hoch. Da das Löschmittel nur begrenzt ist und mit einem hohen Druck ausströmt, kann man nur von einer recht kurzen Einsatzzeit ausgehen.

3D Model FeuerlöscherPulverlöscher:
• 1 und 2 kg: 6-12 Sekunden
• 6 kg: 15-23 Sekunden
• 12 kg: 18-33 Sekunden

Schaum- und Wasserlöscher:
• 2 Liter: 10-15 Sekunden
• 6 Liter: 20-30 Sekunden

Kohlenstoffdioxidlöscher:
• 2 kg: 5-10 Sekunden

Weitere Informationen zu den Funktionen




Überprüfung/Wartung des Löschers

Die DIN EN 3 von Feuerlöschern regelt auch die Überprüfung / Wartung, sowie die vom Hersteller vorgegebenen Prüf- und Füllvorschriften. Nach diesen Normen muss ein Feuerlöscher vor Ablauf von zwei Jahren auf seine Funktionen geprüft werden. Die Überprüfung dient dazu um sicherzustellen, dass der Löscher ordnungsgemäß funktioniert und die Sicherheit beim Benutzen gegeben ist, da dieser unter hohem Druck verwendet wird.
Ist bei der Prüfung alles in Ordnung, erhält das Gerät eine Prüfplakette mit dem Datum der letzten Prüfung. Feuerlöscher, die ausgelösten wurden, müssen von speziellen Fachbetrieben zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft gewartet werden.

Weitere Informationen, was bei einer Wartung gemacht wird